10 radikale Forderungen, die 2021 Realität werden müssen

10 radikale Forderungen, die 2021 Realität werden müssen

2020 war ein beschissenes Jahr. Für uns alle. Machen wir uns nichts vor. Und doch wurden längst nicht alle gleichermaßen getroffen, wie es laut aus dem neoliberalen Elfenbeinturm schallt. Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen verloren als erste ihre Jobs. Geflüchtete auf den griechischen Inseln wurden mit Waffengewalt zusammengepfercht, bis auch dort das Virus grassierte. Alleinerziehenden wurde keine Unterstützung zuteil. Und ältere Menschen und Angehörige von Risikogruppen mussten sich monatelang isolieren und ohne soziale Kontakte auskommen.

Vor allem aber war 2020 ein Jahr auf Kosten junger Menschen. Auf Kosten der Zukunft und von Menschen im Globalen Süden. Kurz: 2020 war ein Desaster für Generationengerechtigkeit.

2019 sind viele junge Menschen auf die Straße gegangen. Bewegt hat sich: Wenig. Dann sind 2020 Jahr nicht nur alle bestehenden Ungerechtigkeiten bestehen geblieben – sie haben sich noch potenziert. Deshalb müssen wir Wege finden, um wirksamer zu werden. Ein wenig zu demonstrieren und dann passiv abzuwarten, bis etwas passiert, reicht nicht mehr.

Wir sind ungeduldig. Und wütend. Denn wir haben schlichtweg keine Zeit mehr. Die multiplen Krisen da draußen werden nicht auf uns warten. Sie werden uns überrollen – wenn wir nicht jetzt alles uns mögliche tun, um gegenzusteuern. Und jetzt, das heißt nicht: Nach der Bundestagswahl, nachdem Covid-19 passé ist oder 2035. Jetzt heißt: Sofort.

Deshalb ist es für junge Menschen nun die Zeit, Forderungen aufzustellen. Politische Forderungen an 2021, die keine Kompromisse erlauben. Los geht’s:

0 Euro (in Wörtern: Null) wirtschaftliche Hilfen mehr an sterbende Industrien

Wenn 2020 jemand Erfolge feiern konnte, dann die Lobbyist:innen. Wie sonst lässt sich erklären, dass der Lufthansa 9,0 und der TUI 4,3 Milliarden Euro von der Bundesregierung zugeschanzt wurden? Diese Unternehmen gehören zu sterbenden Industrien. Kurzstreckenflüge und Urlaube auf Ibiza wird es in wenigen Jahren nicht mehr geben. Nicht mehr geben können. Die sich verschärfende Klimakrise wird das einfach nicht zulassen. Die Frage lautet: Change by design or change by disaster?

Umso perverser ist es, dass der Staat es 2020 versäumte, die vergebenen Mitteln an knallharte Kriterien zu knüpfen. Die Folge: Die Lufthansa kündigte 29.000 Arbeitnehmer:innen. Bei der TUI wird es rund jede dritte Stelle sein. Auch diese Unternehmen müssen bald klimaneutral sein. Doch um den Weg dahin ist es erstaunlich still. Der Wirtschaftsstabilisierungsfond wurde damit – gute Absichten hin oder her – zum Wirtschaftsselbstbedienungsfond. Das darf es zukünftig nicht mehr geben.

Wir brauchen absolute Maßstäbe beim Klima

Seit Jahren versagen wir bei der Bekämpfung der Klimakrise. Dabei ist das Ziel sehr einfach und klar: Wir dürfen eine Zahl an Parts per Million C02 nicht überschreiten, um ein Kippen das Klimas zu verhindern. Das heißt auch: Wir dürfen nur eine feste Menge an Treibhausgasen in die Atmosphäre ausstoßen. Heute sind das noch 295 Gigatonnen C02 – nicht dieses Jahr, sondern insgesamt.

Zielgrößen wie Klimaneutralität 2050 oder eine Emissionsreduktion von 55% Prozent bis 2030 sind daher Nebelkerzen. Es geht nicht darum, wann wir bei null sind. Entscheidend ist, wieviel wir dahin kumulativ ausstoßen.

Relative Veränderungen – hier ein bisschen effizienter, da ein paar Prozent weniger – sind nicht mehr genug. Bei Weitem nicht. Wir müssen endlich darüber reden, wie viel uns insgesamt noch zur Verfügung steht. Nehmen wir das ernst, ergeben sich die weiteren Maßnahmen wie von selbst.

Arbeitsplätze dürfen kein Argument mehr sein

16.000 Kohlekumpel gibt es in Deutschland. Ihnen zuliebe verzögern wir den Kohleausstieg bis 2038 – und verunmöglichen damit jegliche Klimaziele. Insgesamt wird uns der Kohleausstieg 80 Milliarden Euro kosten. Das sind fünf Millionen Euro pro Kumpel, weit mehr als man in einem Arbeitsleben verdienen könnte. Diese Dimensionen machen deutlich, warum die Diskussion um Arbeitsplätze absurd ist.

Statt die Konzerne zu päppeln, muss man mit diesem Geld anständig bezahlte, sinnstiftende Alternativen schaffen. Das gleiche gilt auch für die Autoindustrie. Denn diese Jobs werden verschwinden. Diesen Wandel können wir zwar verlangsamen und damit erhebliche Kollateralschäden in Kauf nehmen – aufhalten werden wir ihn nicht.

Verursacher:innen in Politik und Wirtschaft müssen haften

Andreas Scheuer hat 560 Millionen Euro an die Betreiberfirmen des PKW-Mautsystems verschenkt. Einfach so. Peter Altmaier unterschlug eine wissenschaftliche Studie, nach der der Abriss von fünf Dörfern im Rheinischen Revier zugunsten der Braunnkohleförderung vermeidbar gewesen wäre.

Beide sind noch Minister. Folgen hatte das für sie nicht.

Wer schuldhaft und vorsätzlich zu lasten der Allgemeinheit handelt, der oder die muss am Ende auch dafür gerade stehen. Und das nicht nur symbolisch oder politisch, wir brauchen auch eine persönliche Haftung. Für Privatmenschen gilt das schon lange – doch auch die Wirtschaft und die Politik dürfen nun nicht mehr davonkommen.

Wir brauchen ein Verursacher:innenprinzip. Denn die Tatsache, dass die meisten politischen Versäumnisse bisher folgenlos geblieben sind, ist nicht weniger als eine Einladung zu Fehlverhalten und untergräbt das Vertrauen in die Politik.

Vergesst das BIP

Außerhalb der Medien bezweifelt kein Ökonom, dass das BIP inzwischen ein sinnentleerter Indikator ist. Trotzdem klammern sich CDU und FDP weiter an diese antiquierte Ideologie. Während ein Tankerunglück das BIP anwachsen lässt, lässt die gnadenlose Ausbeutung unserer Umwelt und von Menschen im Global Süden das Bruttoinlandsprodukt gänzlich kalt.

Wir werden es nicht schaffen, Wachstum tatsächlich von Ressourcenverbrauch zu entkoppeln. Historisch ist das noch nie gelungen. Unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten ist unmöglich – und sprengt schon heute alle planetaren Grenzen. Effizienz und Konsistenz werden uns nicht viel weiter bringen. Wir brauchen auch Suffizienz. Um Verzicht werden wir nicht umher kommen. Deshalb muss weniger das neue mehr sein.

Beteiligt die Vermögenden

Jeff Bezos hat seit Beginn der Pandemie so viel verdient, dass er allen Beschäftigten von Amazon einen Bonus von 150.000 Dollar zahlen könnte – und immer noch so viel Geld hätte wie zuvor.

Das kann man niemandem erklären.

Während Löhne in der Krise zusammengeschmolzen sind, sind Vermögenswerte wertstabil geblieben – und streben nun sogar in ungeahnte Höhen. Angesichts der über 10.000 Milliarden Euro Privatvermögen in Deutschland ist es endlich Zeit, dass Vermögende angemessen an der Bewältigung der großen Herausforderungen unserer Zeit beteiligt werden. Das ist auch eine Frage des demokratischen Zusammenhalts einer Gesellschaft.

Wir brauchen eine Vermögenssteuer. Schon mit einer nur zweiprozentigen Vermögensabgabe bräuchte der Staat dieses Jahr keine Schulden aufnehmen.

Investiert endlich in Bildung

Jede Bundesregierungs startet ihre Legislatur mit einer Bildungsoffensive. Dann passiert meist: Nichts. In der Covid-19-Krise offenbart sich das noch schonungsloser als in den Jahren zuvor.

Seit Jahren ist bekannt, dass der Lehrer:innenmangel akut ist. In Sachen Digitalisierung schien man vor Corona jede Ambition aufgegeben zu haben. In der EU belegt Deutschland mit den Bildungsausgaben bezogen auf die Wirtschaftskraft lediglich den 19. Platz. Entsprechend schlecht läuft es in unseren Schulen an vielen Stellen. Jene mit schlechten Startvoraussetzungen werden von unserem System momentan stranguliert.

Diesen Probleme werden wir nur beikommen können, wenn wir endlich Geld in die Hand nehmen. Viel Geld. Wir dürfen nicht zulassen, dass wir unsere Schulen mit einer betriebswirtschaftlichen Logik noch weiter herunterwirtschaften.

Beendet die organisierte Verantwortungslosigkeit in der Politik

Wenn man mit Abgeordneten und Ministerialen spricht, lautet der meistgesagte Satz: “Das geht mit der [CDU / CSU / SPD / …] nicht.” Oft auch zum gleichen Thema in beiden Richtungen. Das ist unserer Demokratie unwürdig.

Wer eine politische Agenda hat, sollte diese auch mit geradem Rücken vertreten. Und wenn man sich nicht traut, die notwendigen politischen Maßnahmen einzuleiten, muss man sich auch hier ehrlich machen. Wegducken zählt nicht. Diese organisierte Verantwortungslosigkeit muss enden.

Keine falsche Rücksicht auf Rechts mehr

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Rechtsextremismus. Und unsere Regierungen haben Angst. Und wie.

Seit Jahren schon schreckt die Bundesregierung vor einschneidenden Maßnahmen zurück. Widerspruchslos lässt sie sich von der sog. “AfD” treiben. Die Pandemie hat das auf die Spitze getrieben: Fast schon in vorauseilendem Gehorsam zögern die Ministerpräsident:innen jede Verschärfung der Einschränkungen mit Blick auf die Corona-Leugner:innen so lange hinaus, bis sie an der Wand stehen.

Rechtsextremist:innen verschwinden nicht, indem man sie kuschelt oder ihre Position übernimmt. Sie verschwinden, indem man glaubwürdige, aufrichtige und gut begründete Politik macht und diese mit viel Verve vertritt.

Ein Notfallpaket für die Zukunft

Für jeden Euro den wir heute ausgeben muss ein Euro in unsere Zukunft fließen – wir brauchen ein Paritätsprinzip. Denn für die Politik ist es immer leichter, Mittel für Konsum und Ad-hoc-Maßnahmen bereitzustellen, als kluge, langfristige Investitionen zu tätigen. Letztes Jahr war das deutlicher als je zuvor: Während seit Jahren angeblich kein Geld für die Bekämpfung der Klimakrise da ist, konnten im Handumdrehen hunderte Milliarden zur Rettung der Wirtschaft mobilisiert werden.

Das Paritätsprinzip ermöglicht uns, ein Notfallpaket zu schnüren. Ein Notfallpaket für die Zukunft, dass wir nun so nötig brauchen – so wie wir letztes Jahr ein Notfallpaket für Covid-19 hatten.

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Comments (81)

Ich gehöre zur Großelterngeneration und ich finde die Forderungen inhaltlich richtig. Die konsequente und kompromisslose Formulierung der Thesen finde ich gut. Es muss “über”-deutlich werden, dass es keine Zeit mehr zu verlieren gibt und die Fortsetzung der aktuellen Politik nur den Schaden erhöht. Es braucht dringend eine Umkehr und die Umsetzung alternativer Konzepte, die kritische und kluge Menschen schon entwickelt haben.
Nur die Forderung zur Haftung von Politikern sollte noch einmal überdacht werden. Persönliche Haftung verträgt sich nicht mit einem öffentlich gewählten Amt, außer bei strafrechtlich relevantem Verhalten.
Aus meiner Sicht fehlen zwei Thesen:
1) Eine verstärkte und unmittelbare Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zu allen Facetten und zu jeder Zeit. Die konsequente Erweiterung des (digitalen) Petitionswesens wäre ein wirksames Mittel zur Kontrolle der Politik und ihrer Umsetzung.
2) Eine Begrenzung der Wählbarkeit auf maximal zwei aufeinander folgende Legislaturperioden. (Das sollte auch für Ämter von Ministern und Staatssekretären gelten.) Das würde eine stärkere Dynamik in der politischen Landschaft hervorrufen, in einem schnelleren Zyklus neue (und vor allem auch jüngere) Leute und damit auch neue Ideen in die Diskussion bringen und die Entwicklung statischer und bleierner Zustände verhindern.
Ich hoffe, die Forderungen werden zu übergreifenden politischen Maximen.
Die nächsten Wahlen sind die nächste unmittelbare Chance hierzu.

Ihr habt doch vor Jahren den Generationenvertrag gekündigt? Der nächste Schritt ist, etwas Neues Besseres dem mißfallenden Zustand gegenüber stellen: Packt doch bitteschön das Übel bei der Wurzel: Entzieht diesem parasitären System einfach Eure Arbeitskraft und Eure Leistungskraft. Formt daraus Eure eigene Währung, gerne auch mit Münzen also ein kleines alternatives Geldsystem. Ich bin dabei. Schließlich werden wir ALLE als “Human Capital” bezeichnet… Ich halte es für richtig und gerechtfertigt mich in diesem Falle auch so zu verhalten. Anfang der 30er Jahre wurde in Wörgl / Österreich genau das mit großem Erfolg gemacht, bis es von den Nazis beendet wurde.
Eure 10 radikalen Forderungen sind richtig, aber ich befürchte, das wird die Merkels, Seehofers, Söders u. Ä. nicht beeindrucken. Das sind alte weiße Menschen, die sich rotzfrech von der Lebensleistung ihrer Mitmenschen ernähren.

Für Sigrid Bürger, René Kirsche, und andere Gleichdenkende.

Du hast Recht Sigrid: „Es muss Aufgabe der Politik sein, die MENSCHEN am Leben zu halten, den Menschen ein menschenwürdiges Leben zu sichern.“
Und Du noch mehr, René, wenn Du sagst: „Packt doch bitteschön das Übel bei der Wurzel: Entzieht diesem parasitären System einfach Eure Arbeitskraft und Eure Leistungskraft.“

Es ist klar, dass wir auch hinter jedem „Konzern, Geschäft, und Fabrik“ die MENSCHEN sehen müssen, und das auch tun. Aber unter einer Bedingung, würde ich sagen: Dass alle diese Menschen endlich sich ihrer Verantwortung stellen, und das heutige, kranke, ungerechte System nicht mehr bedenkenlos unterstützen. Das ist aber NICHT die Aufgabe der Jugend, die in diesem Forum aktiv ist. Aber auch hier mit einer Ausnahme: Solange diese Beschäftigten (in den „Konzernen, Geschäften, und Fabriken“) nicht die Familienmitglieder dieser Jugend sind. Wenn ja, dann hat die Jugend doch nicht nur die Aufgabe, sondern sogar die Pflicht, ihre eigenen Familienmitglieder aufzuklären, aufrütteln, für ihre eigene Zukunftsvision zu gewinnen.

Dort eben, in den eigenen Familien von jedem von uns, und generell von jedem Menschen dieser Welt, liegen die „Wurzel des Übels“, von dem René spricht. In meinem vorherigen Buch („Physik war gestern, Universal Philosophie ist heute“) habe ich erklärt warum. In meinem neusten Buch („Besser machen; Wie wir unsere Demokratie besser machen können“), das in zwei Wochen erscheint, habe ich ganz deutlich argumentiert, dass wir ab sofort eine Familie von jedem von uns als die fundamentale Basis jeder Weltgemeinschaft wieder erkennen, und anerkennen müssen, wenn wir die globalen Aufgaben der Menschheit noch rechtzeitig lösen wollen.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist die eigene Familie zu Neuem zu bewegen. Es ist aber der erste Schritt, und der ist bekanntlich immer der schwerste. Und, was noch wichtiger ist, wir haben, wie es scheint, keine Alternative dazu.

Sehr gut.
Ich persönlich würde gerne in Zeiten von Corona noch ein bisschen “radikaler” sein: “Aufgrund von Corona keinerlei wirtschaftliche Hilfen an Betriebe!”. Es kann nicht Aufgabe der Politik sein, irgendwelche Konzerne, Geschäfte, Fabriken am Leben zu halten. Es muss Aufgabe der Politik sein, die MENSCHEN am Leben zu halten, den Menschen ein menschenwürdiges Leben zu sichern. Also: Statt Hilfen für irgendwelche Betriebe eine bedingungslose “Grundsicherung (Grundeinkommen)” für alle Menschen.
Das gäbe den Menschen die Chance, sich nach Tätigkeiten umzusehen, die wirklich “systemrelevant” sind und wichtig für die Erhaltung unseres Planeten, anstatt an irgendwelchen gestrigen Ideen festzuhalten, “nur” um Geld zu verdienen.
Corona könnte uns lehren, was wirklich wichtig ist im Leben und böte damit tatsächlich die Chance eines Umbaus unseres Wirtschaftssystems.
Leider geht es immer nur um die Erhaltung des status quo.
Dumm. Wirklich dumm.

Ich teile Eure Wut und Euren Tatendrang, möchte aber noch ergänzen: die aktuell Herrschenden des Planeten haben sicher nicht damit gerechnet, dass der nukleare Weltkrieg bis heute nicht gekommen ist. Das könnte ihre Untätigkeit erklären, aber nicht entschuldigen. Trotzdem bin ich dankbar für ein jahrzehntelanges Leben in Frieden und wünsche es allen Menschen von Herzen. Ein Physiker.

Mir läge sehr am Herzen das die unsäglichen EU-Subventionen der Landwirtschaft Schrittweise abgebaut werden und den regionalen Erzeugern mit Kleinfelderwirtschaft und dem Biologischen Anbau zugute kommen. Dadurch hätten wir kurze Transportwege und in absehbarer Zeit Konsumierbare Lebensmittel mit Innhaltstoffen die den Namen Lebensmittel wirklich verdienen und keine Füllstoffe. Biodiversität ist ein absolutes Muss wenn wir hier in Punkto menschlicher Gesundheit noch etwas reißen wollen.

Hallo ihr Lieben!
ich bin sehr froh, das es eine Jugend gibt, die sich so hartnäckig engagiert und sich auch wirklich einen Kopf macht, dh. auch Ziele zu formulieren, Ideen zur Durchführung entwickeln, ein Auge auf antiquarisches und historisch nun störende Überbleibsel hat, und dergleichen mehr.

Ich bin Bj. 64 und meine Blütezeit ist vorbei. Neidisch schaute ich auf die FFF-Bewegung und befeuerte diese nun eher vom Rande aus. Ich bin nicht mehr in der Lage mich wie in Brockdorf auf dem nasskalten Acker gegen AKWs irgendwo festzuketten oder den anrückenden Polizei-Heeren die Stirn zu bieten.
Aber ich kann euch moralisch unterstützen und meine Freude mit euch teilen, das ich sehr froh bin, das es eine solche Jugend doch noch gibt.

Ich macht das prima.. und wenn die Formulierungen vll zu heftig sind, es ist eure Sprache und ihr seid eben nun mal die nächste, die das langfristig zu spüren bekommen, was heute nicht in die Wege geleitet wird.

Ich denke, das die Formulierung mit “gewinnenderenden” Worten vll in der Politik von Nöten ist, denn ich glaube nicht, das die Essenz von den 10 Forderungen (plus der Abrüstung) für irgendjemanden heute noch unverständlich ist.

Der einzige wirkliche Gegenspieler ist das Wesen des konsumorientierten Menschen selbst… Bequemlichkeit, Kosten-Nutzen-Vergleiche in Beziehungen, Partnerschaften, Kontakten, “Furcht vor dem Ungewissen” als kultiviertes organisiertes Hilfslosigkeitskonzept…

Denn wir sprechen hier nicht von Dingen, die mit Hexerei oder durch pure Magie zu bewerkstelligen sind, sondern ausschließlich nur unbequem in der Umsetzung sind.

Meine Lebensgefährtin und ich essen seit Jahren schon kein Fleisch mehr und tüfteln seit langer Zeit mit Seitan herum und unsere Gäste machen absolut große Augen, wenn wir denen verraten, was da im Essen steckt. Es gibt Alternativen.. in allen Bereichen.. Software, Hardware, Nahrung, Individuelverkehr, Nahverkehr, Arbeitsleben, Unternehmenskonzepte, Umgang mit Geld und Besitz.. es ist auch alles schon wiederkehrend mit Diplom- und Doktorarbeiten niedergeschrieben, in wissenschaftlichen Studien belegt und in Pilotprojekten erprobt.

Es braucht nur noch den Willen, die Dinge endlich umzusetzen..

… und dafür habt ihr meine Stimme.. ich hoffe laut genug!

Herzlichst..
Andreas

Alle Forderungen sind richtig. Doch eine wichtige Forderung fehlt. Deshalb schließe ich mich dem Kommentar von Wolfgang Carl vom 22. Februar an. Er ist der einzigste bis jetzt, der Abrüstung eine Bedeutung im Kampf gegen den Klimawandel etc. zuschreibt.
2 Billionen Dollar werden jährlich für Kriegsrüstung ausgegeben, davon tragen die USA und die Nato-Länder 1,2 Billionen und den Rest dieses Wahnsinns bestreiten die übrigen Länder der Welt. Das alles führt dazu, dass Rüstung und fortwährende Kriege auf dem Globus mittlerweile überhaupt als größte Klimakiller, z. B. von Seiten der Friedensbewegung beurteilt werden.
Leider wird diese Frage entweder übersehen, oder ignoriert, auch bei Friday for future und ähnlichen Organisationen spielt diese Frage soviel wie keine Rolle. Ein Tabu (Fluch) scheint über dieser lebenswichtigen Frage zu lasten, und verdrängen deshalb diesen Fakt. Die militärische Sicherheit geht offensichtlich über alles und wird mit immer mehr Rüstungsausgaben begründet, auf die angeblich nicht verzichtet werden kann. Diese Mär wird uns gebetsmühlenartig präsentiert und vorgegaukelt. Der militärisch industrielle Komplex weiß seine Interessen mit Hilfe der Politik und tausender Rüstungslobbyisten durchzusetzen. Sie wissen das Primat der Politik zu nutzen. Zu welchem Preis? Dieser Preis ist bekannt!
Max Heinke

Hallo in die Runde.
Mit diesem jetzigen System, egal welches, wird es nicht gelingen.
Seit Jahrzehnten wird theoretisch gekämpft, Ideen hervorgebracht, praktisch auf die Straße gegangen, Bürgerkriege entfacht etc.
Wir brauchen keine zentrale Regierung, wir brauchen vor allem keine POLITIK.
An die Generationen der Welt 🌍
„Ideen für ein würdiges Leben für alle Wesen, für unseren Planeten und andere …“
Die Basis muss verändert werden.
Vlt ist es dazu notwendig, das jeder Einzelne sich ändert in Richtung Würde, Haltung zu den Dingen, dem Gegenüber, vor allem sich selbst zu sehen.
Ein klitze kleiner Auszug 🙋🏻‍♀️

Ich teile die obigen Zustimmungen und bin froh, dass es Aktivist*innen wie euch gibt. Das macht Mut und gibt Zuversicht.

Seit geraumer Zeit nutze ich eure Beiträge und Forderungenauch dazu, bei meinen Netzwerken für Unterstützung und Weiterverbreitung zu werben.
Wer könnte auch den Szenarien und dem Ruf nach Aufwachen, Prioritäten setzen und Handeln widersprechen.

Mein Herz blutet mir dennoch, wenn ich an die Menschen denken, die ihren Lebensunterhalt in den Bereichen bestreiten, die es gilt, kritisch zu hinterfragen und zu verändern bzw. einzustellen. Auch für sie muss es Perspektiven geben.

Ich möchte unabhängig von berechtigter Kritik den Politiker*innen in den Parlamenten danken, dass sie sich trotz oftmals mangelnder Wertschätzung aus der Bevölkerung versuchen, Politik zu gestalten; sie unterstützen, auch abweichende Meinungen in ihren eigenen Fraktionen einzubringen und zu streiten; und ich hoffe, dass nicht mehr Tagesgeschäft und wirtschaftliche Zwänge die politischen Zukunftsentscheidungen dominieren werden. Ich bin SPD-Mitglied und sehe zur Zeit viele meiner Ziele im Bereich Geschlechtergerechtigkeit, Frauen und Arbeit auf dem richtigen Weg. Und ich bin zuversichtlich, dass diese Programmpartei wieder erstarken wird. Die Zeit von rechtsorientierten, rassistischen, menschen- und frauenfeindlichen Agitator*innen muss bald der Vergangenheit angehören.

Und ich hege die Hoffnung, dass auch durch eure Arbeit, offene Diskussionen und auch Hartnäckigkeit in der Umsetzung
die Demokratie, das gesellschaftliche Miteinander, Respekt und Wertschätzung über alle Generationen hinweg
-und somit der Vernunft gehorchend- zukunftsfähige Enstscheidungen im Sinne der 10 Forderungen bzw. Ziele ermöglichen.
Wir haben nur diese eine Welt.

Ute PH

Ich fasse mich mal ganz kurz. Der moderne Staat ist nicht für die Rettung der Welt geschaffen, sondern um den Konkurrenzkampf um Ressourcen auf ein neues Level zu heben. Umweltschutz ist bei Staaten nicht vorgesehen! Vernetzt Euch international, macht was, und hofft nicht auf irgendeine Finanzhilfe. Wenn das so weitergeht, werden bald viele auf die harte Tour lernen, dass man Geld nicht essen kann. Die meisten anderen wissen es ja schon.

Die Forderungen stütze ich im Wesentlichen. Allerdings finde ich sie sprachlich sehr dramatisch. Ich weiß nicht, ob das Leute dazu einlädt, sich in Ruhe und vorurteilsfrei mit den Ideen zu beschäftigen. Vor allem Personen, die noch nichts von der GS gehört haben oder ihr bisher distanziert gegenüberstehen, müssen wir doch gewinnen.”

Folgendes ist mir z. B. aufgefallen:
1) “10 radikale Forderungen”: Radikal ist kein Qualitätsmerkmal, ich assoziere damit aber z. B. “rücksichtslos”, “ausnahmslos”, “hektisch”. Wollen wir das? Das inhaltlich wichtige an den Forderungen ist doch, dass sie grundsätzlich, weitreichend, fundamental. Vielleicht passt auch ein anderes Wort besser.
2) “Sterbende” Industrien: Das Kriterium dafür, dass eine Industrie nicht gefördert werden sollte, ist meiner Meinung nach, dass sie nicht nachhaltig ist (also: ausbeuterisch, Lebensgrundlagen angreift oder zerstört oder ähnlich). “Sterbend” ist auch hier kein Qualitätsmerkmal
3) “Konzerne päppeln” – Das ist ein abschätziger Ausdruck, das hilft nicht für eine sachliche Diskussion
4) “Vergesst das BIP” Eine Kennzahl kann man nicht un-erfinden, also so tun, als gäbe es sie nicht. Der Ansatz ist aber schon der richtige: Kennzahlen finden, die die relevanten Lebenswerte unserer Gesellschaft spiegeln und mit denen man gesellschaftliche und wirtschaftliche Ziele messbar machen kann. Was ist das Ziel: Neue Kennzahlen entwickeln? Oder bekannte Alternativen aufgreifen? Und wenn ja, welche?

Unsere Sprach ist dramatisch ja- aber nicht halb so dramatisch wie es um unsere Zukunft aussieht. Wir haben uns für dieses Jahr vorgenommen nichts mehr schön zu reden und knallhart unsere Message rüber zu bringen. Zu 1) Radikal heißt erstmal nur “an der Wurzel ansetzen” und das halten wir für notwendig, ich verstehe aber deinen Punkt, dass Menschen sich von diesen Wörtern schnell abschrecken lassen. Diese Vorurteile gilt es aufzubrechen! Bei 2) würde ich dir auch zustimmen aber trotzdem finde ich es richtig diese sterbenden Industrien noch einmal extra anzusprechen. 3) aber ist das nicht genau das was gerade passiert? Ich finde den Begriff ziemlich passend 🙂 Und zum Schluss noch zu Punkt 4: Es gibt bereits sehr viele Modelle für eine nachhaltige/gemeinwohl Wirtschaft. Alternativen gibt es also schon jetzt viele!
Mit generationengerechten Grüßen
Lena

Danke für diese sprachlich so klaren Formulierungen! Da kann ich uneingschränkt mit (Jahrgang 1947)!
Wenn 2021 nicht das Jahr der Umkehr wird – nicht mit Worten, sondern mit Werken – dann können wir alle hoch-
trabenden Pläne in den Kamin hängen. Ist es ein Glück, dass im Herbst Bundestagswahlen sind? Es wäre zu hoffen –
inständigst!

Hallo Herr Walter Helm,
ich bin Jahrgang 1948 und unterstütze aus ethichen Gründen prinzipiell den Schutz unseres Lebensraumes und verhalte mich entsprechend. Da dieser Lebensraum aber von Menschen bevölkert wird, die gnadenlos Jahr für Jahr Millionen wehrloser unschuldiger Tiere zu Tode foltern und auf(fr)essen und auch das Generationenprojekt so wie unsere Politiker großzügig über diese Barbarei hinwegsieht und diese unfassbaren Handlungen nicht zu allererst unter Punkt 1 als schändliche Verbrechen unserer Zeit bekämpft, sehe ich nicht ein, warum ich mich für diese Generation besonders einsetzen sollte. Sagen Sie es mir, wenn Sie ein ehrliches Argument dafür finden!
Ich kämpfe mit allem was ich habe für die wehrlosen und gequälten Tiere und schäme mich für den gnadenlosen Egoismus der Menschen. Oft bin ich furchtbar verzweifelt darüber, dass Menschen fähig sind, Tiere zu quälen und zu töten und aufzu(fr)essen und dass sie dabei keinerlei Gewissensbisse fühlen, sondern sich in jämmerlich egoistischer Weise immer wieder nur um ihr eigenes Wohlergehen sorgen. Die charakterliche Entwicklung ihrer Persönlichkeit ist diesen Menschen keine echte Anstrengung wert und läuft bezüglich Priorität unter ferner liefen, weit hinter dem materiellen Wohlergehen und der niederschmetternden Behaglichkeit im Angesicht des millionenfachen Leides der Schwächsten. Die zweckgerichtete Abschottung von Informationen über das Leid der Schwächsten in unserer Welt, der Tiere verschafft ihnen diese Möglichkeit. Wegschauen war schon oft eine schändliche Methode der Menschen, nichts gegen Verbrechen zu tun. Sagen Sie, dass ein Wort meiner Aussage nicht der Wahrheit entspricht, wenn Sie das können und gleichzeitig bei der Wahrheit bleiben wollen.

“Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.”
Das forderte Goethe. Leider ist er schon lange tot und die heutige Masse an Menschen besteht bezüglich Behandlung der schwächsten Lebewesen überwiegend aus charakterlosen Egoisten – mit einem winzigen Anteil von Ausnahmen, die es in jeder Gesellschaft gibt. Was das Wort “edel” bedeutet und was es vom Menschen fordert, das übersteigt die Vorstellungs- und Empfindungsfähigkeit solcher Zeitgenossen offensichtlich erheblich, wie wir an ihren grausamen Handlungen, die sie täglich verüben, schmerzhaft erkennen müssen..

Bei der Wahl unterstütze ich die Tierschutzpartei. Am mikroskopisch kleinen Ergebnis dieser Partei können Sie erkennen, wie gleichgültig unseren Mitmenschen das tägliche, unerträglich schreckliche Leid der Tiere in Wahrheit ist. Dass unter diesen Umständen eine Frau Klöckner für den Tierschutz zuständig ist, das kann niemand mehr wundern und die Tiere leiden weiter Tag für Tag ganz grauenhaft durch die Handlungen dieser Menschen und die schändliche Gleichgültigkeit der Ministerin, die sich vielfach alle auch noch frech Christen nennen und damit auch noch ihren Gott verhöhnen, der sich eigentlich nur noch abwenden kann. Besser wäre es, er würde dem Treiben energisch ein Ende setzen. Dafür müsste man ihn dann dankbar bewundern und regelrecht anbeten. Aber so ……?

Und Angela Merkel hatte 16 Jahre Zeit, das Leid der Tiere zu beseitigen. Sie hat aber dafür gesorgt, dass die Hölle, die die Menschen aufgrund ihrer Gesetze den Tieren schon immer täglich straflos bereiten, auch weiterhin in perverser Weise am Brennen gehalten wird. Nur ein einziges Beispiel: Während der Regierungszeit von Angela Merkel wurden fast 800 Millionen (!!!) niedlicher kleiner Küken gnadenlos in den Schredder oder Häcksler geworfen, wo sie bei lebendigem Leib zerfetzt werden, dass das Blut nur so spritzt. Oh du furchtbar selbstgefälliges christliches Abendland mit deiner Pharisäerkultur, die mir Übelkeit erzeugt.

Jetzt kann jeder, der das möchte, dazu aufrufen, die Zukunft dieser “edlen” Menschen zu sichern.

Man könnte aber auch dafür werben, dass die Menschen zuerst ihren Charakter und ihr Verhalten so entwickeln und veredeln, dass man mit Überzeugung und voller Leidenschaft für ihr Überleben und ihre wertvolle Anwesengheit auf dem Planeten kämpfen möchte.

Nicht zu vergessen ( ausser dem Klima) ist die nachhaltige Produktion . Deutschland hat heute bereits nach 4 Monaten den nachhaltigkeitsindex von 1 überschritten. Das heißt es produziert als gäbe es 3 Erden . Ziel sollte es sein maximal 1 zu haben .

Thematisiert werden sollte auch die UN Menschenrechte : Artikel 23 2) Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
Nicht ein Land hat das auch nur innerhalb des eigenen Landes realisiert. Wenn es weltweit einheitlich wäre , würde auch der größte Teil der weltweit transportierten Güter wegfallen. Jetzt wird ja jede Schraube 3 mal um den Erdball transportiert, nur weil ein Arbeitsschritt in dem einen Land etwas billiger produziert wird als in einem anderen Land. Das würde unheimlich viel CO2 sparen.

Gruß Klaus jaekel

Mir fehlt der Punkt, dass wenn wir uns bei den Herausforderungen der Zukunft nicht mehr unseres umwelt – und menschen-ausbeutenden Systems bedienen sollen, dass wir dann auch unser Geldsystem und den Kapitalismus in Frage stellen müssten!
Wir alle haben Schulden. Ich persönlich kann mich zwar nicht erinnern, jemals welche gemacht zu haben, aber wenn ich jemals einen vernünftigen Job finden würde, müsste ich sie mittragen.
Nächste Frage: Wenn wir doch alle Schulden haben, bei wem und warum?
Ich glaube nicht, dass die, bei denen das Geld ist, es einfach so wieder hergeben werden. Von daher wird es mit einer wahrscheinlich kaum umsetzbaren Vermöenssteuer nicht getan sein. Vielleicht müssen wir einfach aufhören an Geld, Macht und Gier zu glauben.
Die Verlierer des Kapitalismus sind oft Frauen, Kinder, Alte, Schwache. Da unsere Gesellschaft mit ihrem Kapitalismus auch diese hervorbringt, müssen auch diese mitversorgt werden. So lange das in Geld aufgerechnet wird, wird es schwer, sie mitzulieben und gebührlich zu versorgen.. Sie werden als Kostenfaktoren betrachtet.. Was mich jetzt nicht von Kommunismus oder gar Sozialismus überzeugen würde…
Der Grund, warum wir Alte in Heime, Kinder möglichst früh und lange in Ganztagsbetreuung, deren Kosten die Eltern gemeinsam (bzw. die Kinder der Alten) oder Alleinerziehende kaum mehr erwirtschaften können, stecken, dürfte inzwischen jedem klar sein. Mit Emanzipation oder Gleichberechtigung hat das sicher nichts zu tun. Wenn wir nicht ständig wegen des lieben Geldes vorgeschrieben bekämen, dass wir trotzdem so zu denken hätten, dass es eben nicht anders ginge, würden Frauen, Kinder, Alte, Behinderte.. wohl kaum so denken, geschweige denn sich an der heute üblichen ‘Massenaufbewahrung’ von wirtschaftlich ‘Belastenden’ erfreuen. Früher übernahmen Hausfrauen und Mütter viele dieser Aufgaben unbezahlt, waren aber über ihren Mann oft zumindest in der Rente versorgt. Heute “dürfen” sie diese Arbeit leisten und durch ihre Arbeit die Aufbewahrung bezahlen, bei schlechtem Verdienst und evtl kaum Rente. Zusätzlicher Preis ist die staatliche Kindererziehung und Trennung von diesen, was durchaus auch zu Bindungsstörungen der kommenden Generationen führt. Zudem darf die doppelt belastete, von ihren Kinder möglichst früh getrennte Frau sich stolz “emanzipiert’nennen..

Gut! Das geht am mit einer globalen CO2-Abgabe. Das steigert die Transportkosten. Und vorher mit einer Verpflichtung, die Lieferkette offen zu legen. Wer das nicht kann, darf nichts verkaufen.

Prima, ich alter Opa kann dem nur zustimmen!

Zu P. 1.
„0 Euro (in Wörtern: Null) wirtschaftliche Hilfen mehr an sterbende Industrien“

Wenn wir die Politiker kritisieren wollen, dürfen wir nicht wie diese denken (und reden oder schreiben). Der Titel in Ihrer Darstellung des Punktes 1 ist eine Beleidigung für die tausende Menschen, die diese, heute „sterbenden“, Industrien oft ihr Leben lang „begleitet“ haben. Den menschlichen Aspekt dürfen wir nie in unserer Forderung vergessen. Sonst könnten wir gleich sagen: keine wirtschaftliche Hilfen für die Ü70 und deren Renten einkassieren.

Mein Vorschlag wäre, z.B., „Volle wirtschaftliche Unterstützung der Beschäftigten der sterbenden Industrien“ (für Umschulungen, Weiterbildung, Frührenten u.s.w.). Und keine finanzielle Unterstützung für die „Bosse“ dieser Industriezweige, die das (oft gut vorhersehbare) Sterben Jahrzehntelang ignoriert haben. Das ist die Kehrseite des menschlichen Aspekts des Problems.

Zu P. 2.
„Klimakrise“
(s. Deine private E-Mail)

Zu P. 3.
„Arbeitsplätze dürfen kein Argument mehr sein“.

Doch. Das müssen sie sein und bleiben. Aber nicht als Argument der Politiker gegen die Kritiker (wie wir), sondern als unser Argument gegen die falsche (absichtlich oder aus Ignoranz vernachlässigte) Beschäftigungspolitik. Jeder Industriezweig hat eine sehr deutlich vorhersehbare Lebensperiode. Die Beschäftigungspolitik jeder Zivilisation kann und muss diese Grenzen immer in der Planung haben. Übrigens, die „Bosse“ in jedem Industriezweig sind eher die richtigen Adressaten dieser Bemerkung, als die Politiker in den Taschen der entsprechenden Lobbyisten.

Zu P. 4.
„Verursacher:innen in Politik und Wirtschaft müssen haften“
Du sagst es! Ich auch (s. oben).

Zu P. 5.
Zufriedenheit der Menschen wäre ein besserer Indikator, meine ich.

Zu P. 6.
Letztendlich, wir alle entscheiden, wer ist „Der Vermögende“ und wer nicht. Solange es uns bequemer ist, damit so zu leben wie bisher, lassen wir ihre Steuer, wenn sie ehrlich bezahlt sind, in Ruhe.

Zu P. 7.
„Investiert endlich in Bildung“
(s. Deine private E-Mail)

Zu P. 8.
In sog. „Demokratien“, jeder hat solche Politiker, die er „verdient“ (spricht: gewählt hat).

Zu P. 9.
Extremisten (aller Art) sind ein Symptom („Thermometer“) einer ernsten Krankheit der Demokratie, in der sie leben. Wir sollen die Krankheit heilen, und nicht derer Symptome bekämpfen.

Zu P. 10.
Vergisst es! Mit diesen Menschen kannst Du keine Zukunft bauen. Weil die eigene Zukunft „zu bauen“ ist die wichtigste, verantwortungsvollste, und gleich die schwierigste Aufgabe vor jeder Generation. Diese Aufgabe wird, per Definition, nie vollendet. Entscheidend ist aber die Richtung, die wir ihr geben wollen.

Hallo,
zu den durchaus berechtigten “radikalen” Forderungen zählt aus meiner Sicht die Forderung nach einer radikalen Covid19-Strategie.
Eine solche ist entscheidend für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands und Europas. Ich bewerte den derzeitigen Regierungs-Umgang mit der Pandemie eher begründet durch Angst, Unwissenheit, politisches Kalkül und einseitig fachwissenschaftlicher Beratung.
Vor dem Hintergrund, dass das pandemische Geschehen durch die Entstehung von Mutanten mutmaßlich einen noch erheblich längeren Zeitraum unser gesamtes Leben beherrschen wird, ist meines Erachtens ein nachhaltiger strategischer, undogmatischer, kreativer und effizienter Maßnahmenkatalog aufzustellen, um das stillgelegte gesellschaftliche, wirtschafltiche und soziale Leben wieder zu ermöglichen.
Hierzu sind grundsätzlich mehr Anstrengungen außerhalb des durchaus richtigen Impfansatzes zu realisieren.
1. müssen durch Einführung eines digitalen Leitssystems Öffnungsstrategien unter wissenschaftlicher Beteiligung erarbeitet und umgesetzt werden.
Allein die bereits existierende App “Luca” weist den Weg in die richtige Richtung. Öffentliche-, kulturelle- wie sportliche- Einrichtungen müssten mit Terminals vernetzt werden, die Verkehrs-, bzw. Zugangsströme qalitativ und quantitativ regulieren könnten! Nur auf dieser Grundlage kann eine sichere Wieder-Öffnung der geschlossenen Einrichtung betrieben werden. Infektions-Nachverfolgung könnte auf diese Art und Weise effektiv umgesetzt werden! Ein entscheidender Beitrag also, um Handel und Wirtschaft, Kultur und Sport wieder zu aktivieren, die ihrerseits bereits durch vorzeigbare Hygienekonzepte glänzen.
2. Die ausreichende Verteilung von Selbsttests, wie auch die Impfstrategie sind zwar ebenso gute Maßnahmen, reichen aber bei Weitem nicht aus. Derzeit sind diese leider bei Misserfolg noch gekoppelt an Lockdowns , die auf mittlere und lange Frist wegen ihrer verheerenden Folgen keine Alternative sein können und dürfen!
Impfprogramm und Schnelltests alleine werden nicht in der Lage sein, Infektionsherde zu bekämpfen. Dies kann nur mittels guter Vernetzung der Daten und unter Kontrolle des Staates, bzw. der Gesundheitsämter entstehen. Es bedar hier parallel einer Gesundheitsdaten-Verordnung, die als Ergänzung zur Datenschutzgrundverordnung den Covid-bedingten Sektor der Datenweitergabe regelt. ( z. b. automatische Löschung nach 4 Wochen)
2021 ist das entscheidende Jahr für die Bekämpfung der Pandemie … und aller damit verbundenen Begleiterscheinungen, wie Arbeitslosigkeit, Konkurse von ganzen Branchen und psychischer Belastung der Bürger, insbesondere der von Kindern und Jugendlichen. Wenn Wissenschaft, digitale Technik und Erfinderreichtum jetzt nicht zum Zuge kommen, wird die Bundesrepublik dies höchstwahrscheinlich durch einen völlig ungedeckten Scheck auf die Zukunft und einen politischen Rechtsruck bezahlen müssen. Le Pen in Frankreich steht schon ante Portas, nur in Deutschland glaubt man nach wie vor ans traditionelle Richtlinien Konzept mit Aussitzen von neuen Herausforderungen, anstatt jener mit einer Risiko bereiten, paradoxen und alternativen Denkweise zu begegnen.
Mit besten Grüßen,
Peter Herweg

Jeder einzelne Punkt ist die vollste Unterstützung wert – dies muss raus in die Welt, in die Schulen, in die Medien, auf die Strasse, in jedes Haus – sofort und an jedem kommenden Tag (vor der Wahl!)!

Falk Zinke, Bioland-Sonnenhof, Braunfels

Recht habt ihr. Kenne auch euer Buch: Ihr habt keinen Plan. Beeindruckend. Ich gehöre zu eurer Großelterngeneration und lebe in Lüchow-Dannenberg, wo wir 40 Jahre lang gegen die Atomindustrie gekämpft haben. Wie kann ich euch unterstützen?

Man kann uns unterstützen, indem man den Newsletter abonniert, uns auf den sozialen Medien folgt und, falls möglich, unsere Arbeit durch eine Spende unterstützt! Wir freuen uns so viel Unterstützung zu genießen und auf eine große Gruppe Unterstützer:innen zurück greifen zu können 🙂

Die Vorgeschichte der aktuellen Verhältnisse – sie ist doch im Kern ‘nichts weiter’ als eine ohn-Unterlass-Gewalt-Geschichte gegen die Natur und den Verstand, egal was die Pfarrer oder Philosophen, das Geschehen deutend, jeweils über Mitmenschentum und Ethik hinzugeredet haben. Das kryptoreligiöse Prinzip, den wirtschaftlichen Triebkräften ‘freien’ Lauf zu lassen, weil wundersam dadurch das Wohl aller daraus hervortreten wird, ist von derart unsagbarer Gewalttätigkeit, dass ich es für unmöglich erachte, es allein mit friedlichen Mitteln, mit Verstand und geduldiger Verständigung zu überwinden. Es ist amoralisch und terroristisch, es verbirgt sich in inzwischen undurchschaubaren ‘Rechts’systemen. Es ist eine Art Kastenwesen. Es ist bis an die Zähne, bis zur multiplen Androhung der Auslöschung allen Lebens auf der Erde, bewaffnet. Es setzt diese Bedrohung ununterbrochen stückchenweise ein, damit wir daran kirre werden und, bis in die Knochen verängstigt geworden, reflexhaft wie Tiere stillhalten. Von daher gesehen darf und muss man das entschiedene, wirksame Aufstehen dagegen als Notwehr betrachten. Niemand kann es seelisch und praktisch unbeschadet bestehen, jeden einzelnen Tag, jede einzelne Nacht seines Lebens von Auslöschung bedroht leben zu müssen.

Vielen Dank für diese 10 konkreten Forderungen an 2021.

Und nun ist Wahljahr. Die meisten Forderungen sehe ich mit den meisten Parteien nicht als umsetzbar. Es sei denn, an einigen Stellen wird der Mangel/Notstand so deutlich wie bei der Corona-Krise, z.B. massive Entlassungen im Automobilbereich aufgrund wegbrechender (Verbrenner-)Märkte oder Naturkatastrophen, die (fast) jeder mit dem Klimawandel in Zusammenhang bringt (Überschwemmungen, Dürren). Leider muss es oft erst so gravierend deutlich werden, bis eine nennenswerte Anzahl von Menschen (und Politikern) sich bewegen.

Ich bitte daher alle, sich bei den anstehenden Wahlen mit den Klimalisten zu beschäftigen. Sie sind unverbraucht, haben keine Lobbyverflechtung sondern es sind Wissenschaftler*innen und Klimaaktivist*innen. Wir brauchen jetzt eine politische Kraft, die die “multiplen Krisen da draußen” endlich angeht!

Ich weiß, dass alle NGO’s versuchen politisch unabhängig zu bleiben. Aber seht ihr eine realstische Chance, dass die bisherigen Parteien endlich genug Engagement für eine Klimawende und soziale Finanzwende aufbringen? Zu gute halten muss man z.B. der SPD, den Linken und auch den Grünen, dass sie in den letzten zwei Jahren ihr Profil in Sachen Klimaschutz deutlich geschärft haben. Aber ob das von allen Mitgliedern auch dann wirklich gelebt wird, bleibt abzuwarten.

Ich rechne übrigens nicht damit, dass die Klimalisten an einer Regierung beteiligt werden – so optimistisch bin ich (noch) nicht. Aber alleine, dass sie antreten und die drängenden Fragen stellen – so wie ihr – bringt Bewegung in die Politik.

Vielen Dank für Euer Engagement!!!

ich, 78 Jahre alt, unterstütze Eure Forderungen vollinhaltlich. Allerdings reicht das nicht, nur forderungen aufzustellen: in unserer Staatsform, die wir doch alle erhalten wollen, geschieht die politische Willensbildung und Einflussnahme durch die pol Parteien. Ihr erreicht nur etwas, wenn Ihr, wie die Grünen es vorgemacht haben, wenn Ihr in Parteien eintretet ( oder eine neue bildet….), Euch in die Parlamente wählen lasst, und so Mehrheiten bildet. …ein langer und mühsamer Weg, den Ihr hoffentlich nich scheut… meine Stimme habt Ihr !

Wir denken nicht, dass politische Veränderungen nur durch Parlamente und Parteien geschehen können. Das zeigt auch die Geschichte recht deutlich (sei es die 68er Bewegung oder Fridays for Future), zivilgesellschaftliche soziale Bewegungen haben die Welt schon mehrfach verändert. Der Weg in die Parteien und in die Parlamente scheint für uns in diesem Moment nicht der richtige zu sein 🙂

Ich bin da ganz bei dir, liebe Lena. Ich kann mich an einen Spruch erinnern: “Viele Wege führen nach Rom” und welchen ich für noch wesentlicher halte, ist der Ausspruch von dem Physiker “Albert Einstein”: “Wir können unsere Probleme nicht mit der gleichen Art zu denken lösen, mit der wir sie geschaffen haben!”

Hallo Moritz und Mitstreiter,

ich denke, dass die Forderungen nicht in einen Umverteilungsdiskurs münden sollten. Besser sind unbedingte Forderungen, wie sie z. B. bei den fff kursieren. Sonst besteht der Verdacht, gruppenegoistisch zu argumentieren. Das Recht auf eine lebendige Erde aber ist gruppenübergreifend. Mir gefällt nicht, dass Politikersprech auftaucht:
Richtig Geld in die Hand nehmen… ist Anfang der Krisenlogik und Ende der Welt und mit dem Traum vom endlosen Wachstum assoziiert. Ein Ausweg aus dem Dilemma gibt es nur über eine Kultur der Suffiziens, die noch vor kurzem diskutiert, nun jedoch in der Schublade verschwunden ” wurde”. Wenn Menschen nicht in der Lage sind, ihr Verhalten (zur Natur und den Mitmenschen) zu verändern, dann gibt es keine Freiheit und auch keine gute Zukunft für uns.

Viele Grüße

Hallo,
ich stimme Ihnen zu, allerdings auch innersystemische Forderungen als Übergang wichtig, damit wir auch in kurz- bis mittelfristiger Zukunft Veränderungen erreichen können.
Viele Grüße

Hallo zusammen, endlich der Biss, den ich sehr lange vermißt habe. Auf geht es !

Ich wünsche mir vom Jugendrat engagiertere Standpunkte zu der Frage wie der Preis für den Ausstoß klimawirksamer Gase geltend gemacht werden soll. Ich votiere für eine Mengenregulierung und neue globale Allianzen, wie sie von Mohssen Massarrat schon vor einem Vierteljahrhundert in die umweltökonomische Debatte eingebracht wurden. Anlässlich der ersten Ökosteuer Initiative der Schröder/Fischer Regierung hatte mich für eine Mengenregulierung fossiler Energieträger eingesetzt. Fünfundzwanzig Jahre später drängt der Klimawandel immer noch und wir sollten deshalb Antworten wählen die beharrlich lange politische und ökonomische Zyklen überdauern.

Ökonomische Bildung kann gemeinsam sehr aufregend erlebt werden, da sie den Charakter einer jungen Generation zur Entfaltung bringen kann. Den letzten Satz möchte für meine Generation unterstreichen.

Mit solidarischem Gruß
Götz Wilhelm Renger (Friedrichshain)

Die Studie von Mohssen Massarrat (erweiterte Ausgabe): Das Dilemma der ökologischen Steuerreform : Plädoyer für eine nachhaltige Klimaschutzpolitik durch Mengenregulierung und neue globale Allianzen. Marburg 2000, ISBN 978-3-89518-254-9.

Wir wissen, dass wir von Politikern und politischen Parteien belogen und betrogen werden.
Trotzdem wählen die Bürger immer die selben Parteien und Politiker.
Wir wissen, das besonders CDU und FDP Klientel-Parteien sind und trotzdem werden sie gewählt.
Besonders die CDU begünstigt Industrien und Banken aber nicht die Bürger.
Frau Merkel ist keine Führungspersönlichkeit und richtet ihre Politik nach der gerade vorherrschenden “Windrichtung”. Außerdem sind viele ihrer Minister unfähig.
Fähige Politiker mit eigener Meinung wurden von ihr “entsorgt”. Klarn wenn man selbst nichts kann lässt man andere, fähigere Poltiker natürlich nicht zu. Wie früher in der DDR! 16 Jahre im Bundeskanzleramt, das sind mindestens 8 Jahre zu viel.
Da wünscht man sich einen Helmut Schmidt zurück. Der hat zwar auch nicht alles richtig gemacht, war aber eine Führungspersönlichkeit und hat Entscheidungen getroffen.

Ich bin 66 Jahre alt und unterstütze Eure Forderungen ohne Wenn und Aber. Ihr seid meine Hoffnung, dass wir den Planeten noch retten können. Z. B. Kohleindustrie. Ich denke, dass wir das schaffen könnten, wenn wir wollen, bis 2025 komplett auszusteigen. Das wäre ein bedeutender Schritt fürs Klima und in einem Zweig, der ohnehin keine Zukunft hat. Oder Autoindustrie. Ein Tempolimit in Städten und auf Autobahnen wäre ein erster Schritt, der sofort, ohne große Probleme umsetzbar wäre. Und er würde die Lust auf SUVs und andere große Autos vielleicht ein bisschen dämpfen. Warum geschieht das nicht? Es wird noch viel mehr Druck brauchen, um Eure radikalen berechtigten Forderungen durchzusetzen.
Mit solidarischen Grüßen
Eveline Ziegler

Amen zu euren Forderungen! Dass man diese de facto immer noch als “radikal” bezeichnen muss, werden in einigen Jahren rückblickend hoffentlich alle als absurd empfinden.
Aus meiner Sicht könnte man prinzipiell auch ergänzen, dass demokratisches empowerment (z.B. in Form von Bürgerräten), ein gezielter Kampf gegen Desinformation und Strategien zur Vermittlung zwischen den verschiedenen “Blasen” unserer Gesellschaft von Nöten sind, um nachhaltig das mindset der Gesellschaft zu verändern.
Und was den Umgang mit dem inzwischen sehr deregulierten, von Steuervermeidung, Kartellen und Intransparenz geprägten Kapitalismus angeht, ist die hier geforderte Vermögenssteuer ein guter Anfang; allerdings wäre es lohnenswert sich der Ideen von Thomas Piketty (“Das Kapital im 21. Jahrhundert”), Rana Foroohar, Gabriel Zucman u.a. zu bedienen! Das heißt: Zu besteuernde Gewinne anders berechnen (welche Gewinne wo besteuert werden, sollte abhängig von dem Standort der Kundschaft sein usw….), die Ausbeutung der Entwicklungs- und Schwellenländer bekämpfen (z.B. Stichwort “Lieferkettengesetz”), die Finanzbranche als Teil des Problems erkennen und reformieren (sie hat sich in den letzten 40 Jahren verdoppelt, obwohl sie im eigentlichen Sinne nichts “produziert”, wobei sich das Wirtschaftswachstum dadurch verlangsamt hat…) – denn aus meiner Sicht gibt es keine Generationen- und Umweltgerechtigkeit ohne eine Bekämpfung der Wurzel der sozialen Ungleichheit!

Hallo Moritz, für mich ist der Schlüssel zu allem ein anderes Wirtschaftsmodell. Du hast es in deinem Beitrag ja auch erwähnt. Das Gemeinwohl sollte bei allen wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen im Vordergrund stehen. Und nicht Profit, die Gewinnaussichten oder aber Anzahl der Arbeitsplätze. Kennst du die Gemeinwohlökonomie? Mittlerweile wächst diese von Cristian Felber gegründete Bewegung stark und gibt mir Hoffnung. Ich bin selbst Mitglied und auch Gemeinwohlunternehmerin. Klimafreundliches Wirtschaften und soziale Gerechtigkeit sollten belohnt, und nicht erschwert werden. Ich verstehe dich so gut, habe selbst Kinder und frage mich, wie die Welt wohl in zwanzig Jahren aussehen wird? Die Erde gibt es seit zig Millionen Jahren – und wir haben es geschafft, in nur einem Jahrhundert das gesamte Ökosystem zu zerstören. Das ging also wirklich unfassbar schnell – und im Gegenzug die Umkehr, die wir dringend brauchen, viel zu langsam. Ich wünsche Euch weiterhin viel Durchhaltevermögen und Unterstützung, damit die Forderungen in die Tat umgesetzt werden! Vielleicht wollt ihr mal in einem Podcast oder Insta-Talk von uns zu Wort kommen? Schreibt gerne an iglu@kisstheinuit.de. Wir sind gemeinnützig und führen regelmäßig digitale Talks, auch politischer Art. Herzliche Grüße, Katharina von kiss the inuit

Kompliment Moritz!!!

Die Formulierung und Begründung der Forderungen ist umfassend, gut begründet und im besten Sinne radikal (das Übel an der Wurzel packend)! Ich bin schon in der Großvater-Generation und bin froh, dass es Dich, Euch gibt.

Ich hatte lange Jahre ein mulmiges Gefühl, wenn diese Begründungskeule wie “Arbeitsplätze” oder “Mindestwachstum” kam. Ich habe gespürt, dass solche Argumente verlogen waren und nicht stimmen, habe aber kein Packende gefunden, sie zu entlarven. Meine Generation hat die Wachstumsgläubgkeit mit der Muttermilch aufgesogen.

Ich will Dir ein Beispiel aus meinem Leben nennen. Als jungem Mann war es für mich selbstverständlich, dass ich mir als Student halt leider nur einen R4 leisten kann. Genauso selbstverständlich war für mich, dass ich mir dann, wenn ich endlich verdiene, einen “ordentlichen” Wagen kaufen werde und mit steigendem Gehalt dann auch größere Autos. Was das für ein Wahnsinn war/ist, habe ich trotz meiner Wachstums-Auto-Sozialisation gespürt und – obwohl mein soziales Umfeld in der Mehrheit genau das lebte – habe ich dann erst ein kleineres Auto gekauft und dann das Auto ganz abgestoßen. Seit über zwanzig Jahren fahre ich gar kein Auto mehr (höchstens mal ein Car-sharing-Auto) und bin stolz auf meine Kinder, die jetzt als Erwachsene gar nicht auf die Idee kommen, sich ein Auto zu kaufen.

Ich schreibe das nicht, um sagen, was für eine tolle Entwicklung ich gemacht habe (Ehrlich gesagt schäme ich mich eher, wie lange ich nicht meinem vagen Impuls gefolgt bin, sondern den verlogenen Argumenten der Wirtschaft zögernd geglaubt habe.).
Nein, ich wollte nur zeigen, wie brutal meine Generation durch die Marktwirtschaft-Wachstums-Sozialisation verdummt, versklavt wurde. Und das geht heute ja noch munter weiter. Deshalb bin ich stolz auf Euch! Ihr seid viel weiter, als ich es vor 40 Jahren war, und lasst Euch keinen Sand in die Augen streuen! Weiter so!!!
Andreas

Hallo, ich heiße Christian, bin 49 Jahre alt aber im Herzen jung. Ich finde Eure Forderungen einfach super! Jetzt müssen sie “nur noch” Gehör in den Schaltstellen der Republik finden. Ich werde mich bei/mit Extinction Rebellion für die Umsetzung einiger Eurer Forderungen auch in 2021 einsetzen. Danke für all die tolle Arbeit, die in der Erstellung eurer Texte, Webseite, Newsletter etc. steckt.

Absolut wichtig und gut was ihr macht. Meine Generation hat viele Fehler gemacht, lasst euch nicht entmutigen sondern bleibt dran an euren Forderungen, die richtig und nötig für eine Veränderung sind!

Das klingt wirklich radikal, aber anders wird es auch nicht gehen.
der entscheidende Faktor meiner Meinung nach wird sein, dass ein ausgewogenes Maß bei der Lobyarbeit hergestellt wird. Prinzipiell ist Lobbyismus nicht schlecht. Doch momentan hat die Wirtschaft ein so exorbitantes Übergewicht, dass alles andere untergeht. Unsere Politiker befinden sich in einer Wirtschaftslobby-Blase und haben keine Chance mehr, etwas von der Realität wahrzunehmen. Solange dies nicht geknackt wird, wir alles andere nicht möglich. Da helfen die besten Aktionen und die saubersten Fakten nicht. Letzendlicht wird dieses zum Schlüssel für den Fortbestand unserer Kultur.

Ihr Engagierten vom Jugendrat,
mit großem Interesse habe ich euer Buch gelesen. Alle Fakten kann ich gar nicht auf einmal behalten. Ich werde immer wieder einzelne Themen nachlesen. Ebenso werde ich es mit dem Buch von Maja Göpel: “Unsere Welt neu denken” handhaben, dass ich nun auch gelesen habe.
Wenn die Prämisse “JETZT” lautet, wie kann das geschehen?
Euer Plan gehört in einen politischen Ausschuss auf Bundesebene und in die Medien – zu den besten Sendezeiten …
..und schreiben wir immer wieder Mails (an wen alles?) an die Bundesregierung, bis sie zur Tat schreiten!

Mit meinen 61 Jahren habe wie ebenso wie ihr keine Geduld mehr. Alles ist mir schon bekannt seit den 70er Jahren und es tut sich nur soooo langsam etwas! … und es ist höchste Zeit!
ALSO: Was ist noch zu tun, um nicht weiter überhört zu werden?

Mit besten Grüßen
Susanne
(Hamburg)

Wunderbarer Forderungskatalog!

Eine wichtige Unterstützung für Euren Forderungskatalog bedeutet der Ausstieg aus dem ECT-Vertrag (Energiecharta-Vertrag). Morgen, am 23. Februar beginnt dazu eine internationale Aktion mit Petition. Dies solltet Ihr unterstützen. Die Aktion wird nicht zu übersehen sein. #ECT

Die Forderungen sind gut und richtig. Radikalität sieht für mich anders aus. Das sind einfach Notwendigkeiten, um ein Überleben und Bewahren der Schöpfung möglich zu machen. Das Ganze hat nur einen Haken. Unsere komplette Führungsebene ( Politik und Industrie ) lebt auf einem anderen Planeten. Nur so kann man den Wahrnehmungs,- und Realitätsverlust erklären. Mit dieser Führungsebene ist ein Wechsel nicht machbar.
Deshalb die elfte und vielleicht wirklich radikale Forderung – Weg mit Denen. In unserer Führungsebene brauchen wir Menschen, die alle Entscheidungen daran messen, ob sie dem Leben und der Schöpfung dienen. Und dies aus ihrem Herzen leben.

Noch eine wichtige Forderung: ABRÜSTUNG!
Die USA haben im Kyoto-Protokoll 1997 durchgesetzt, dass militärische CO2- Emissionen von
Klimaverhandlungen ausgenommen sind, obwohl das US-Militär der weltweit grösste institutionelle Verbraucher von fossilen Rohstoffen ist ( Quelle: World Beyond War ).

Das stimmt auf jeden Fall!

Hallo Wolfgang Carla, ich bin so froh, dass Du diese immer wieder unterschlagende Tatsache zum Thema geschrieben hast. Danke ! Muss in diesen super fulminanten Forderungskatalog mit rein. Hanna X.

Die 10 Forderungen für 2021 sind alle überfällig. Wenn die Wahlen allerdings wieder so ausgehen, wie in den letzten Jahrzehnten, dann wird das damit nichts.

Exakt richtig. Jetzt aber nicht die Schultern hängen lassen sondern die Kids auf der Straße und im Netz unterstützen. System change not climate change! Wacht auf, Verdummte diese Erde!

Warum wird nicht solidarisch die Abschaffung der Armut gefordert, sie verhindert ein Leben in Würde?
Warum werden Bürger nicht vor der intransparenten Zuschauer- und Konsumentendemokratie durch striktes Verbot von Nebenbeschäftigungen der Parlamentarier und vollkommener Transparenz staatlichen Handelns geschützt? Die Landsknechte im Mittelalter sagten: “Wessen Brot ich es, dessen Lied ich sing!”
Warum appellieren wir nicht an alle Wähler, nur die Kandidaten zu wählen, die sich verpflichten, keine Nebenbeschäftigung auszuüben, falls sie gewählt werden?
Wenn Regierungen keine politischen Ziele mehr mit längerfristigen eindeutigen Strategien zum Allgemeinwohl verfolgen, sondern immer erst ihre Klientel fragen müssen, was sie gerne hätten, haben wir alle verloren! Das alternativlose Aussitzen der politischen Steuerung, das Umdefinieren von Herausforderungen zu Problemen und die Verweigerung und Verschleierung von Verantwortung hat nichts aber auch gar nichts mit guter Regierungsarbeit zu tun.

Warum fordern wir nicht umfassenden Schutz der Verbraucher, Arbeitnehmer, Mieter, Tiere, Umwelt, Klima……?
Warum lassen wir uns von den meisten Medien durch Defragmentierung von Informationen manipulieren und von den wesentlichen Dingen des Lebens ablenken?
Warum fordern wir nicht die Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaften? Der EUGH hat das in einem Urteil festgestellt, weil die jeweiligen Justizminister Weisungsrechte haben. Deshalb werden auch nie politische Amtsträger z.B. wegen Untreue angeklagt.
Wenn ein Gesetz wie die Brennelementbesteuerung anstatt von dem zuständigen Ministerium von einer internationalen Kanzlei im Auftrag der großen Energieerzeuger mit eingebauter Sollbruchstelle entworfen wird, damit das Bundesverfassungsgericht Jahre später das Gesetz für verfassungswidrig erklärt, der Staat 7 Milliarden Euro Schadenersatz leisten muss und die Presse nicht darüber entsprechend berichtet, ist etwas faul in diesem Staat.

………..

Lieber Moritz,
alles richtig, nur eine Ergänzung zum Punkt Bildungspolitik: Die zähle ich zu den Bereichen, die zur Daseinvorsorge gehören, wie das Gesundheitssystem und die Grundversorgung, die alle nicht wie bisher, Profitinteressen untergeordnet werden dürfen. Das gehört, meine ich, in eine Zukunftsgesellschaft mit hinein!

Danke, dass ihr Änderungen so radikal und ehrlich und laut fordert. Ich bin 64 Jahre und habe mir lange gewünscht zu sehen, dass die Jugend “übernimmt”. Irgendwann wird frau ja doch ein bisschen müder. Was ich nicht sehe ist ein Generationenkonflikt, denn diese Forderungen sind auch meine seit 40 Jahren. Es gibt m.E. einen Einstellungs-, Meinungs- und Handlungskonflikt, und der zieht sich durch alle Generationen.

Wir glauben (auch) nicht,dass es einen Generationenkonflikt gibt. Im Gegenteil immer mehr Menschen aus allen Generationen wachen auf kämpfen gemeinsam für eine bessere Zukunft! Schön, dass du mit dabei bist!

Ich bin 66 Jahre alt und stolz auf euch und das, was ihr leistet. Ihr bringt die wirklich brennenden Themen auf den Punkt. Euer Buch “Ihr habt keinen Plan – darum machen wir einen” müsste zur Pflichtlektüre in allen Schulen werden.
Und ich bin so wütend auf die zögerlichen Entscheidungsträger, dass bei den diesjährigen Wahlen ein Denkzettel fällig ist.
Bitte bleibt laut!

Danke für deine Unterstützung! 2021 werden wir laut!

Ich bin 66 Jahre alt stolz auf euch und das, was ihr leistet. Ihr bringt die wirklich brennenden Themen auf den Punkt. Euer Buch “Ihr habt keinen Plan – darum machen wir einen” müsste zur Pflichtlektüre in allen Schulen werden.
Und ich bin so wütend auf die zögerlichen Entscheidungsträger, dass bei den diesjährigen Wahlen ein Denkzettel fällig ist.
Bitte bleibt laut!

Danke,
Ihr seid auf dem richtigen Weg. Bin 82 aber die Ziele von Euch kann man nur unterstützen.
Werdet nur nicht zu extrem, das geht meistens schief.
Werde diese Thesen versuchen unter die Leute zu bringen.
Viel Erfolg
Robert

100 d’accord. Mit allen 10 Forderungen. Als Bildungsaktivist finde ich (Realschullehrer i.R.) die Forderung “Investiert endlich in Bildung” besonders richtungsweisend. Genau meine Rede (alle Argumente hierzu siehe: Lehrer werden!? ISBN 978-3-7504-7973-9, E-Book: 978-3-7519-6369-5 ).

Super!

Für mich ist noch ein wichtiges Thema: fake news in den sozialen Medien. Die Jugendlichen informieren sich hauptsächlich in den sozialen Medien und dort ist jedweder Quatsch zu finden und leider auch viel einfach Falsches. Das Problem: wie soll ich unterscheiden was stimmt und was nicht? Es müsste eine unabhängige objektive Instanz geben, die da sortiert.

“Es müsste” reicht heute nicht mehr. Wo Blödsinn steht, sofort widersprechen.

Das sind stimmige Forderungen!! Gibt es auch Ideen, mit wem sie sich umsetzen lassen? Ich würde es großartig finden, wenn “Fridays for future” wählbar würden – wie können wir sie dabei unterstützen?

Hallo, ihr Lieben, ich bin mittlerweile 72 Jahre alt, verfolge jedoch seit einiger Zeit eure (und andere…) Aktivitäten… Meine Frau und ich haben 2 “Kinder” (41 und 24 Jahre alt) und 2 Enkel*innen, die noch zur Schule gehen. Ich habe ein bewegtes Leben hinter mir und freue mich auf die noch kommenden Zeiten… Welche Welt wir “Alten” euch hinterlassen, beschäftigt mich seit Jahren zunehmend bedrängend, wenn auch ohne allzu große “Schuldgefühle”. Wisst ihr, meine explizit “kämpferischen” Zeiten sind allmählich vorbei, ich habe aber noch genügend Zorn im Kopf und manchmal auch soviel Wut im Bauch, dass ich mich noch gerne mit meinen Möglichkeiten “engagiere”… Eure 10 Forderungen unterstütze ich aus ganzem Herzen. Sie sind radikal genug, um ein Umdenken mit demokratischen Mitteln zu initiieren. Ob die Prozesse zeitlich hinreichen werden, wird sich zeigen (ich wünsche es sehr), auf alle Fälle ist es gut, wenn solche Forderungen riesig laut artikuliert und weiter verfolgt werden. Ich wünsche Euch weiterhin Kraft und Nachhaltigkeit. Ein lieber Gruß (…und Dank…) vom Thomas Franke

Hallo Ihr Alle,
erstmals Danke für Eure Mühe und Energie die Ihr da reinsteckt!
Alles was Ihr da schreibt entspricht meiner Meinung und ich kann nur sagen dieses momentan herrschende Establishment muss DRINGEND weg. Sowohl die gesamte, amtsanmassende Mischpoke von Politikern als auch diese raffgierigen Lobbyisten! Es geht doch gar nicht um ein Virus, das ich nicht abstreite. Es geht nur noch um Macht und dass das Geld von unten nach oben geschaufelt wird.
Wir können und dürfen so nicht weitermachen im Interesse aller Generationen, aller Menschen. Die Zeit spielt uns in die Hände.
Ich bin Visagist und arbeite seit einem Jahr so gut wie nicht. Staatlich Hilfen tröpfeln grad ein bißchen rein, um mein Schweigen zu kaufen. Grade genug damit es halt so funktioniert.
Liebe Grüße
Arno

Ja und dann? Es ist genauso wie bei der Erstürmung des Kapitols in Washington. “Wir sind der Souverän, wir gehen da rein!” Und es passiert wieder nichts. Vor lauter Wut bitte nicht Form und Inhalt verwechseln. Lieber sich fragen: wo will ich das Land in 10 Jahren haben, und dann dafür kämpfen, wo man wirklich was verändern kann.

Dr. Johann Georg Schnitzer

Fordern ist gut, aber Leisten ist besser!
Die wichtigste persönliche Leistung isr die Umstellung auf natürliche, für den Menschen artgerechte Ernährung. Das bewirkt eine bessere eigene Gesundheit, erhöht die Lebenserwartung und ist der wichtigste Beitrag zum Klimaschutz. Warum das so ist, lese man hier:
https://www.dr-schnitzer.de/emailnachrichten-artgerechte-ernaehrung-kluge-entscheidung.html
M.f.G. Dr. Johann Georg Schnitzer

Seinen Lebensstil zu verändern ist auf jeden Fall ein guter und wichtiger Schritt. Trotzdem ist es wichig für politische Veränderungen zu kämpfen um die Rahmenbedingungen für ein klimaneutrales gutes Leben für alle zu setzen. Zum Thema (individuelle) Konsumkritik kommt nächste Woche ein spannender Post auf unserer Instagram Seite @derJugendrat
Schau da auch gerne mal vorbei!

Liebe Freunde der Generationen-Stiftung,

ich stehe zu 100% hinter euren Forderungen und auch ich bin sehr beunruhigt darüber, was in Europa passiert! Es bedrückt mich auch sehr, wie alte Gräben zwischen Rechts und Links noch tiefer gegraben werden und wie unsere Gesellschaft entzweit wird. So wie ihr schon festgestellt habt, hat die Coronakrise ein Desaster ausgelöst und die Armen noch ärmer und die Reichen noch reicher gemacht- wenn das bei euch die Alarmglocken läuten lässt und ihr wohl auch geschichtliche Hintergründe kennt (zB. Albrecht Müller, Eine Abrechnung mit dem Neoliberalismus ISBN 978-3-86489-307-0) warum wundert ihr euch eigentlich nicht darüber, dass manche Industrie völlig ungehemmt abheben und auch durch Regulierungsbehörden (EMA, Höchstgerichte dgl) unerreicht bleiben? Ist es nicht bedenklich, dass jene Menschen, die momentan am Meisten von dieser Krise profitieren auch zukünftig die großen Gewinner sein werden – wenn man uns offenbart, dass uns Aufforstungen und Vermeidungsstrategien nicht mehr helfen können – um die Zukunft der Jungen zu retten? Wer sind die Protagonisten, die Techniken entwickeln, mit den denen wir CO2, Lachgas und Methangas aus der Atmosphäre wieder herausholen können? Ich glaube die Menschen, das Volk, WIR sitzen alle im gleichen Boot – wenn wir es nicht schaffen unsere Ideologien zu überwinden, dann haben die Mächtigen das erreicht was sie wollten – nämlich “Herrschen und Teilen”! Wir müssen gerade in Zeiten wie diesen besonders kritisch sein und Informationen, von welcher Seite sie auch immer kommen mögen, hinterfragen und eine eigene fundierte Meinung entwickeln…oder sollen wir uns auf Menschen verlassen, die in den letzten Jahren pro Stunde 1 Million Euro verdient haben?

LIeber Moritz : erstens: Ich bin sehr dankbar dafür, dass von der Generationenstiftung wieder was passiert. Konkret zu den 10 Forderungen : Ihre Argumentation ist absolut überzeugend. Bei aller Komplexität der Lage, auf deren ausführlicher Schilderung erkennbar verzichtet wurde, ist sie auf das Wesentliche reduziert , wohltuend klar formuliert und zwecks Veranchaulichung mit wenigen stichhaltigen Beispielen gestützt. Ich finde Ihre Bestandsaufnahme realistisch ( bestürzend sowieso ) und die daraus abgeleiteten Forderungen zwingend. Daher würde mir wünschen, dass Ihre Forderungen nicht nur in der “Gemeinde” verteilt , sondern unters Volk gebracht werden. Na klar kann ich sie auch digital verbreiten, aber da renne ich nur Offene Türen ein. Wo sie hingehört: als Großanzeige in Zeitungen zum Beispiel- ungekürzt und nicht verwässert, vielleicht eine Geldfrage ? Aber wie wär’s mit dem “Stern”, und zwar umsonst, der sich seit einigen Wochen dezidiert auf die Seite der Klimaschützer stellen wollte ? Oder mit dem “Spiegel” ( ich hab vor Jahren mal eine ganze Seite umsonst hingekriegt für einen Zusammenschluss / Appell aller möglichen NGOs gegen Massentierhaltung, es gibt nämlich da irgendsoein Budget für “gemeinnützige Anzeigen” oder so ähnlich). GEO wollte sich jetzt auch massiv auf die Seite der Klimaschützer schlagen, wie man in der neuesten Ausgabe lesen kann. Mir schiene es eben wichtig, diese 10 Forderungen als Ganzes zu präsentieren und sie nicht ( z.B. bei Teilnahme in Talkshows ) durch die üblichen Politiker bis zur Unkenntlichkeit relativieren und zuquasseln zu lassen . Oder: bundesweite Aktion als Pressebeilage in Tageszeitungen – statt Flyer für die Grillsaison ( ” Frische Nackenkoteletts , 500 g à 99 Cent ” etc…). Das müsste doch irgendwie gehen mit genügend Geld – Werbebotschaften auch mal von der andern Seite. Also: ihr braucht einen Sponsor, der das Ding raushaut. Wie wär’s zum Beispiel mit Rossmann ? Der ist ja jetzt selbsterklärter Klimaschützer und hat Geld ohne Ende, sonst würde man nicht jeden Abend vor allen Nachrichtensendungen die Werbung für sein Buch reingedrückt kriegen. Schickt ihm die Forderungen, vielleicht mit ein paar freundlichen Worten für sein Buch ( was laut Dennis Scheck gar nicht so schlecht sein soll trotz aller Ressentiments, die man hat ). Packt ihn doch da an seiner Ehre und Glaubwürdigkeit ! Mindestens: Auslage in allen Rossmann- Filialen, das wäre konsequent, nur Mut !
Ok , das waren jetzt meine spontanen Ideen.
Herzlich- solidarische Grüße von Ihrer Unterstützerin Sybilla Keitel, Berlin

Hallo,
ich bin inzwischen ein etwas älterer Mensch von 71 Jahren und kann alle Ihre Forderungen ohne “Wenn und Aber” unterstützen.
Was mich im Moment umtreibt, ist, dass schon seit geraumer Zeit und mit der Entwicklung der Pandemie immer stärker unsere demokratischen Rechte unterminiert werden. Per Ordre de muftis entscheiden die Bundeskanzlerin, der König von Bayern und die Ministerpräsidenten der Länder an allen Parlamenten und gewählten Volksvertretern vorbei. Und es regt sich nur ein laues Lüftchen dagegen statt eines Aufschreis, der durch das Land gehen müsste. Und ich frage mich gerade in diesem Zusammenhang, wo bleiben wir als sog. Linke, wo werden wir eigentlich noch wahrgenommen? Wir ducken uns weg, damit wir ja nicht mit Coronaleugnern, Reichsbürgern usw. in einen “Topf geworfen” werden? Doch wo bleibt unsere Beteiligung am gesellschaftlichen Diskurs, wo bleiben unsere Ideen für einen besseren Umgang mit dieser Krisensituation und unsere Ideen für eine lebenswerte Zukunft? Ich bin durchaus ratlos und auch auf der Suche danach, nicht ungehört weiter in
der Landschaft herumzusitzen.

Alles zu 100% unterstützenswert!

Es ist ja immer so, dass Eure Informationen und Aufrufe (und die von anderen NGOs) immer dann kommen, wenn man gerade mit etwas anderem beschäftigt ist. Logischerweise ist das immer so. Und darum bleibt ein Kommentar oder ein Mitmachen von mir oft aus oder es kommt nur, wenn es schnell zwischendurch geht (Unterschrift unter eine Petition z.B.).
Aber in diesem Fall habe ich mir die Zeit genommen, eure 10 Forderungen sorgfältig zu lesen und sage: ich finde sie alle richtig und unterstützenswert. Danke für die Gedanken und die Arbeit, die Ihr Euch macht (auch wenn klar ist, dass sie gemacht werden muss, weil wir sonst keine Zukunft haben. Aber dennoch muss jemand sie machen!)
Ich bin sicher bei jeder Demonstration für die Bekämpfung der Klimakrise (auch hier ist Eure Argumentation aus meiner Sicht und Kenntnis der Dinge absolut richtig und notwendig) dabei. Insbesondere bei diesem Thema ist ein internationaler/weltweiter Zusammenschluss aller jungen Menschen/aller Menschen notwendig!
Auch wenn ich 67 Jahre alt bin – ich bin dabei!

Ich habe einen Vorschlag, um diese 10 Forderungen voran und als aller Erstes in die öffentliche Diskussion zu bringen:
Sucht für alle 10 Punkte einen möglichst kompetenten, glaubwürdigen und idealerweise prominenten/ bekannten Paten oder eine Patin!
Für den ersten Punkt “Keine wirtschaftliche Hilfen mehr an sterbende Industrien” habe ich einen Vorschlag : Fragt doch ‘mal bei Gerhard Schick, Vorstand Bürgerbewegung Finanzwende, http://www.finanzwende.de, an.

Ich bin sicher, auch für die anderen 9 Forderungen lässt sich eine guter Anwalt / ein guter Pate finden. Hat jemand Vorschläge …?

Gabriele Koste-Mahmoudi

Hi, Moritz,
Danke, für deine eindringliche Message. Ich erschrecke jedesmal, wenn ich merke, wie schnell euren dringlichen Apelle und Aufrufe im Alltag untergehen und überdeckt werden, von Politikeinerlei, Klatsch und Tratsch und der eigenen Routine.
Ich bin – als Mutter zweier schulpflichtiger Kinder (12 und 15 Jahre) – in einem stänigen Zwiespalt, zu wissen, was ich falsch mache und besser machen könnte/müsste und den Schwierigkeiten, die ein Ausbruch aus diesen Routinen bedeutet. Ich versuche meinen Kinder eure Gründe und Wege zu erklären und dass sie es sein werden, sein müssen, die unser Versagen zu tragen haben.
Ich würde mir wünschen, dass das Wahlalter auf mindestens 16 oder 14 Jahre gesenkt wird, weil ich glaube, dass erst dann die Jugend als wertvoller Player in der Politik erbst genommen wird. Können wir da nicht ein Bürgerbegehren initiieren?
Viele Grüße und Erfolg,
Gabriele Koste-Mahmoudi, Wentorf/SH

Vollkommene Übereinstimmung!
Wir haben jetzt in unserer Stadt eine kleine neue Bewegung gegründet. Wir handeln jetzt VON UNS AUS! Hatten auch schon mal ‘ne Mail geschickt über unsere Aktivitäten und Buch, aus dem die Bewegung hervorgegangen ist.
Es muss von unten, von Dörfern und Städten ausgehen. Da muss es jetzt angeschoben werden.
Herzliche Grüße
VON UNS AUS
Kontakt über Marlies Jensen-Leier
jensen@leierliest.de
http://www.leierliest.de

Das sind richtige und gut formulierte Forderungen!
Spontan fällt mir dazu noch folgendes ein:
1. Ich habe in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts im Ruhrgebiet hautnah mitbekommen, wie durch eine falsche Politik (a) Milliarden DM völlig sinnlos in den Ausbau des Steinkohlebergbaus “versenkt” wurden, obwohl klar war, dass der Sektor keine Zukunft mehr hat. Die Politiker hatten entweder keinen Mut, dies klar auszusprechen, aus Furcht, ihre Klientel und damit ihre Wähler zu verschrecken. (b) Viele Politiker bzw. die sie “steuernden” Wirtschaftsverbände sahen die Chance, noch für eine Reihe von Jahren große Geschäfte zu machen (z. B. mit Bergwerksausrüstungen wie Förderanlagen. (c) Kaum jemand machte sich die Mühe, Konzepte für einen zuunftsweisenden Strukturwandel zu entwickeln, was den Arbeitnehmern und Kommunen Wege in eine bessere Zukunft hätte weisen können. Das Ergebnis all diesen Versagens ist bekannt: Das Ruhrgebiet wurde zum Armenhaus, Städte wie Gelsenkirchen, Essen, Duisburg, Bottrop, Oberhausen usw. sind gegenüber den 1960er Jahren nicht mehr wieder zu erkennen, u.a. auch im Hinblick auf die einstmals blühenden Kultureinrichtungen. Fazit: Das Ruhrgebiet ist ein Fallbeispiel dafür, wie durch eine fehlgeleitete Industriepolitik letztlich Alle verlieren – d. h. nicht Alle, denn Krisengewinnler gibt es ja auch immer!
2. Ausgesprochen ärgerlich empfinde ich das – vorzugsweise von FDP und AfD vorgetragene – Argument, Innovationen würden die mit dem Klimawandel verbundenen Probleme lösen, ansonsten sei “business as usual” angesagt. Bisher haben (fast) alle energiesparenden modernen Technologien “unter’m Strich” netto keine Einsparungen erbracht: Die erzielten Einsparungen pro Einheit haben bisher fast immer zu erhöhtem Konsum geführt (sog. “rebound effect”!) und damit den technologischen Fortschritt letztlich wieder zunichte gemacht. Natürlich hat ein VW-Käfer mit 34 PS im Jahre 1955 – gemessen an der Motorenleistung – sehr viel mehr Energie verbaucht als ein modernes SUV mit 300 PS, dennoch ist ja wohl nicht zu bestreiten, dass der Autoverkehr heute sehr viel mehr CO2 verursacht als damals.
Wie gesagt: Dies sind zwei Aspekte, zu denen ich mich auf die Schnelle äußern möchte, vielleicht fällt mir noch mehr ein und wenn ich die nötige Zeit erübrigen kann, schreibe ich euch noch einmal.
Alles Gute und viel Erfolg für eure Arbeit. Auf euch, die Jugend, kommt es jetzt an, es ist eure Zukunft, die auf dem Spiel steht!
Herzliche Grüße,
Wolfgang

Ich bin als seinerzeit junger “68er”, der dieses jahr 68 wird weitgehend bei allen Forderungen dabei. Mir fehlt allerdings die Perspektive bzw grundsätzliche Forderungen zum nicht funktiniorenden um nicht zu shroebn desaströsen (namentlich neo -liberalen) Wirtschaftsystem, dass mit Hauptverusrscher für alle glabalen Katastrophen ist. Da geht es zunächts um die Internisierung aller externen Kosten, die heutzutage nicht eingepreist sind und dies als Vorraussetzung für eine am Gemeinwohl ausgerichtetet Ökonomie. Ganz so wie es letztendlich das Grungesetz und auch die bayrische Verfassung konsequent verlangen. Die sich dynamisch entwickelnde Bewegung für eine Gemeinwohl Ökonomie gbt es ja schon.
Angesichts der Tatsache, das ohne sauberes Wasser und gesunde sowie fair erzeugte Lebensmittel alle 10 radikalen Forderungen obsolet sind, fehlt m.E. auch eine klare Forderung noch einer substantiellen Agrarwende mit dem Ziel 100 % pestizidfreie Welt als strategischer Schritt zu 100 % Bio weltweit.
Es dient der Radikalität und Vervollständigung der 10 Forderuneg sie um zwei weiter zu ergänzen.

Finde ich sehr gut im großen ganzen. Ich würde mir die Aufnahme einer Forderung, nach einer konkreten Bepreisung von Fossilen Brennstoffen nach ihren CO2 Ausstößen. Diese gilt nur eingeschränkt für den Warenverkehr und Kerosin wird beispielsweise gar nicht besteuert. So würden auch weit gereiste waren immer teurer sein als regionale und man kann wieder regionale Produkte stärken.

Hallo Moritz,
ich bin zwar schon ein bisschen älter, finde mich aber zu 100% in Deinen Forderungen wieder. Super, genau so muss man es machen!
Ich versuche gerade, meine besonderen Gaben als Komponist und Künstler für genau diese Veränderung einzusetzen. Habe ein Klimawandel-Oratorium mit dem Titel “Our World is on Fire” komponiert. Hier kann man schon eine erste Demofassung anschauen: https://our-world-is-on-fire.org/

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